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Bain & Unternehmen: 80 % der Verbraucher sind Zero-Click – Marken müssen die Antwortlücke schließen

Ein neuer Bericht von Bain & Company zeigt, dass 80 % der Verbraucher heute bei 40 % oder mehr ihrer Suchanfragen Zero-Click-Ergebnisse verwenden. Die Marken, die in der KI-Ära gewinnen, schließen die „Antwortlücke“ – den Abstand zwischen ihrer Platzierung und der Tatsache, dass sie überhaupt in den KI-Antworten erscheinen.

Bain & Company veröffentlicht keine Berichte über Nischentrends im digitalen Marketing. Wenn Bain behauptet, dass etwas das Marketing grundlegend verändert, dann deshalb, weil die Zahlen einfach nicht zu übersehen sind. Ihr Bericht vom April 2026 mit dem Titel „Goodbye Clicks, Hello AI“ ist ein solcher Moment.

Das wichtigste Ergebnis: 80 % der Verbraucher nutzen mittlerweile bei mindestens 40 % ihrer Suchanfragen Zero-Click-Ergebnisse. Sie stellen eine Frage, erhalten eine von KI generierte Antwort und besuchen nie eine Website. Der Traffic bleibt aus.

Das Ausmaß des Wandels

Die Zero-Click-Suche ist nichts Neues. SparkToro berichtete Anfang 2026, dass bereits 60 % aller Google-Suchen ohne Klick enden. Was der Bain-Bericht hinzufügt, ist die Ebene des Verbraucherverhaltens: Dies geschieht nicht nur passiv bei den Nutzern. Die Verbraucher entscheiden sich aktiv dafür, innerhalb der KI-Oberfläche zu bleiben. Das Zero-Click-Erlebnis wird zunehmend bevorzugt, nicht nur toleriert.

Die Auswirkungen auf den organischen Web-Traffic sind erheblich. Marken, die auf suchgesteuertes Content-Marketing setzen, verzeichnen im Jahresvergleich Traffic-Rückgänge von 15 % bis 25 % – selbst wenn sich ihre Rankings nicht verändert haben. Die Klicks, die früher von Position eins kamen, werden von KI-generierten Antworten abgefangen, die über allem anderen auf der Seite erscheinen.

Die „Answer Gap“ – und welche Marken davon profitieren

Bains Rahmenkonzept führt das Konzept der „Answer Gap“ ein: die Distanz zwischen der Position, an der eine Marke in traditionellen Suchergebnissen erscheint, und der Frage, ob diese Marke in KI-generierten Antworten erwähnt wird. Eine Marke kann bei Google für ein umkämpftes Keyword auf Platz eins ranken und dennoch in der KI-Antwort, die 80 % der Nutzer mittlerweile lesen, anstatt zu klicken, völlig fehlen.

Die Marken, die diese Lücke schließen, tun dies durch eine Kombination von Taktiken, die Digiday als „Hacking der Antwort-Engine“ beschreibt. Sie produzieren strukturierte Inhalte, die für maschinelle Lesbarkeit ausgelegt sind, sichern sich Zitate von Dritten in maßgeblichen Quellen, bauen thematische Tiefe zu Themen auf, bei denen sie eine KI-Zuordnung anstreben, und führen zunehmend GEA-Kampagnen durch, um bezahlte Platzierungen im KI-Modus und in ChatGPT für Suchanfragen mit hoher Kaufabsicht zu sichern, bei denen organische Erwähnungen nicht ausreichen.

Warum sich die Lücke mit der Zeit vergrößert

Die Antwortlücke ist nicht statisch. KI-Modelle entwickeln Präferenzen für Quellen, die sie zuvor zitiert haben – Marken, die frühzeitig KI-Zitate erhalten, profitieren von einem Compounding-Effekt, da diese Zitate in die Trainingsdaten und das fortlaufende Modellverhalten zurückfließen. Marken, die heute in KI-Antworten fehlen, stehen 2027 vor einem größeren Problem als heute.

Die Analyse von Bain beschreibt dies als ein First-Mover-Problem mit einem sich schließenden Zeitfenster. Die Marken, die sich 2026 eine Sichtbarkeit in der KI sichern, gewinnen nicht nur den diesjährigen Marketingzyklus. Sie bauen einen strukturellen Vorteil auf, dessen Nachahmung für Wettbewerber immer kostspieliger wird, je weiter sich die KI-Suchlandschaft entwickelt.

Was tun mit diesen Informationen?

Die praktische Antwort lautet: Keine Panik wegen verlorener Besucherzahlen – stattdessen Messungen und Investitionen neu ausrichten. Anstatt sich rein auf Suchrankings und Website-Besuche zu konzentrieren, müssen Marken die AI-Zitationsrate, den Antwortanteil und die Erwähnungshäufigkeit in ChatGPT, Perplexity, Google AI Mode und Bing Copilot verfolgen. Dies sind die Kennzahlen, die den Phasen der Bekanntheit und Kauferwägung in einem AI-First-Trichter entsprechen.

GEO bildet die organische Grundlage. GEA schließt die Lücke bei hochwertigen Suchanfragen, bei denen organische Präsenz allein nicht ausreicht. Zusammen stellen sie die Antwort auf die eigentliche Frage des Bain-Berichts dar: Sind Sie Teil der Antwort oder sind Sie unsichtbar?

Quellen: Bain & Company – Goodbye Clicks, Hello AI · Digiday – How Brands Are Hacking Zero-Click AI Answer Engines · IMNewsWatch – Inside the Answer Gap Webinar